Warum es uns in Koppl braucht

(GR Wolfgang Hyden)

Versprochen – gehalten.

Ein Spruch, der in Koppl bereits zum schützenswerten lokalen Wortschatz zu zählen ist, so wie der Nockstein schon seit 20(!) Jahren ein geschützter Landschaftsteil sein sollte. Aber was steckt wirklich dahinter? Dahinter steckt in unserer Gemeinde, so wie auch auf Landesebene, eine meist perfekt inszenierte Übernahme von vielen guten Ideen, die in unterschiedlicher Art und Weise entstanden sind und dann leicht abgewandelt als die eigenen Vorhaben verkauft werden. Fast alles, was nicht gut läuft, wird entweder verschwiegen oder bei Seite geschoben um hier keine dunklen Schatten auf der zumeist sehr konservativen Seele der Ortsbevölkerung zu hinterlassen.

Das war schon immer so!

So schön es ist, in kleinen, dörflichen Strukturen zu leben, so gefährlich ist dies für die örtliche Verwaltung bzw. für die örtliche Politik. Man kennt sich, man braucht sich und man hält natürlich mit aller Macht daran fest. Sehr viele Dinge werden dann immer wieder in persönlichen Gesprächen vorbesprochen oder bereits geklärt. Ob Vorbesprechen nun vielleicht eine eventuelle Einflussnahme oder eine Absprache darstellen, ist noch nicht in allen Köpfen verankert. Darüber steht immer der gute Wille, das System der Örtlichkeit aufrecht zu erhalten um der Gemeinschaft willen – wenn gerade hilfreich – auch mit politischen Langzeitweggefährten einer anderen Fraktion. Alles im Konsens lösen zu wollen hat den politischen Diskurs in unserer Gemeinde beinahe bis zum Stillstand unterdrückt. Ja, sogar im einzigen politischen Gremium der Gemeindevertretung wird immer wieder darauf hingewiesen, bei den Themen, die schwierig oder kompliziert für unsere Gemeinde sind, die »Politik« außen vor zu lassen. Ja, wo bitte sollte eine Richtungsentscheidung politisch diskutiert werden, wenn nicht in einer öffentlichen Gemeindesitzung?

Keine schlafenden Hunde wecken!

Transparenz ist der Feind der Macht, und je mehr Macht eine einzelne politische Bewegung auf sich vereint, desto größer ist deren Wille, diese scheinbare Gefahr der Transparenz zurückzudrängen. Man sieht als regierende Partei keine Notwendigkeit, Dinge erklären zu müssen. Auf Nachfrage wird dann meist eine bestehende Vereinbarung oder eine alte Absprache als Begründung aus dem Hut gezaubert, warum es genau bei diesem Projekt zu dieser Entscheidung kommen muss, man ist ja schließlich im WORT.

Wir müssen hier zusammenhalten!

Gerade der gemeinsame Kampf gegen die unsägliche 380-kV-Freileitung durch unsere Gemeinde findet in einem Schulterschluss aller Fraktionen statt – und das ist auch gut so! Wie passt das aber mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten in den Boulevardblättern zusammen, in der keine Gelegenheit ausgelassen wird, der kleinen Regierungspartei im Land die Meinung zu geigen? Ein gemeinsames »Kämpfen« sieht unserer Meinung nach anders aus. Wir stehen hier gemeinsam mit allen Fraktionen, die gegen die Freileitung kämpfen, aber wir sehen immer mehr eine »One-man-show«, die leider nur einer Regierungspartei im Land nützt. Eine gelebte Partnerschaft und Zusammenhalt sehen eben anders aus – auch unter dem historischen Auftrag – auf unser geliebtes Salzburg aufzupassen.

Die Öffentlichkeit ist mündig genug …

… auch die wahren Hintergründe zu erfahren, warum Entscheidungen in eine bestimmte Richtung getroffen wurden. Das viel diskutierte Amtsgeheimnis und die Nichtöffentlichkeit von Sitzungen sind seit jeher die Totengräber der Transparenz. Eine Überlegung oder ein Argument der Bevölkerung vorzuenthalten, hat nichts mit Rücksichtnahme oder deren Schutz zu tun, sondern ist das Argument dafür, die Bevölkerung zu bevormunden. Man muss endlich aufhören, Investitionen oder Anschaffungen/Leistungen als »Geschenk« einer Partei zu sehen, sondern mehr als das, was es wirklich ist, nämlich eine von der Gemeinschaft für die Gemeinschaft bezahlte Investition in die gemeinsame Zukunft von uns allen in Koppl.


Und darum braucht es uns
in der Gemeinde Koppl: 

» Wir sorgen beständig für die notwendige Transparenz bei allen Entscheidungen!

» Wir bringen weiterhin neue Ideen für ein fortschrittliches Koppl in die Gemeinde!

» Wir arbeiten aktiv an Lösungen für eine moderne, offene, Menschliche und naturverbundene Gesellschaft!

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