Rückblick & Ausblick

Liebe Kopplerinnen, liebe Koppler!

Ein sehr herausforderndes Jahr geht zu Ende. Die Coronapandemie hat uns auf allen Ebenen vor ungeahnte Herausforderungen gestellt – privat, beruflich, aber auch in der Gemeindepolitik. Budgetfragen waren plötzlich offen, Sitzungen wurden abgesagt und der inhaltlich/strategische Austausch zwischen uns allen intern war nur sehr schwer möglich. Wir sahen eine Auflösung der Koppler SPÖ, die gewohnte Strategie der Verzögerungs-, Hinhalte- und Salamitaktik der ÖVP und auch eine Regierungsbeteiligung der Grünen auf Landes- und Bundesebene, die zwar Mitgestaltung bei manchen Themen ermöglicht, deren Preis aber vielen von uns sehr, sehr hoch erscheint – man denke nur an Flüchtlingspolitik, wo man sich partout nicht durchsetzen kann. Es fällt schwer, das zu akzeptieren. 

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Personelles

Danke Anton »Toni« Reischl!

Unser »Toni« hat die Gemeinde als Gemeindearbeiter mit 30.11.2020 notgedrungen verlassen. Wir finden das sehr schade, war er doch immer für alle in der Gemeinde ein verlässlicher Ansprechpartner für ALLES Mögliche. Danke für deine Verlässlichkeit, dein Wissen und dein Engagement, wir werden dich alle sehr vermissen – freuen uns aber, dass du uns als Mitglied unserer Gemeindegruppe weiterhin erhalten bleibst. 

GR Wolfgang Hyden wird Bezirkssprecher
der Grünen Flachgau
 

Sein Ziel: Stärkere Vernetzung der Grünen Gemeindegruppen und damit eine bessere Einbindung der »Basis«.

GV Horst Köpfelsberger ist neu gewähltes
Mitglied der Regionalleitung Grüne wirtschaft
Salzburg

Nachhaltigkeit und Wirtschaft gehören zusammen und UnternehmerInnen mit kleinen und regionalen Betrieben müssen sozial besser abgesichert werden.

Liebe Leserin, lieber Leser!

Der Super-GAU ist eingetreten. Die Einsprüche der Gemeinden Koppl und Eugendorf gegen die Leitung wurden auch vom Verwaltungsgerichtshof abgewiesen. Somit bliebe nur mehr die Möglichkeit, den Europäischen Gerichtshof anzurufen. Doch bis der entscheidet, ist die Leitung wahrscheinlich längst errichtet. Als Demokraten haben wir dieses Urteil (wenn auch zähneknirschend) nun wohl zu akzeptieren.

Unser besonderer Dank gilt all jenen, die die letzten Jahre mitgekämpft haben, den anderen Fraktionen in der Gemeinde, der Bürgerinitiative, den GutachterInnen und ExpertInnen, den »Fairkablern« und allen UnterstützerInnen. Ein riesen Danke für euren unermüdlichen Einsatz!

Doch all das war leider vergeblich. Der Kampf ist geschlagen – mit Einsprüchen, Protesten, Widerstand und Hungerstreik. Fakt ist natürlich, dass wir alle mit dieser Entscheidung verloren haben. In erster Linie natürlich diejenigen, die in unmittelbarer Nähe der zukünftigen Leitung wohnen, eigentlich aber alle, da das Erdkabel nicht einmal in Betracht gezogen wurde. Darüber hinaus ist zu befürchten, dass diese Leitung die Bevölkerung spalten wird. In jene, die von der neuen Tasse betroffen sind und jene, bei denen die bestehende Leitung abgebaut wird. Das alles ist nicht gut für unsere Gemeinde, denn zudem hat die schlechteste aller Trassenvarianten »gewonnen«. Bei allem intransparentem Hin und Her der Jahre 2002 bis 2012 ist nämlich genau jene Variante übrig geblieben, die wir (und viele andere) für die schlechteste aller Möglichkeiten halten.

»Freiwillige Ausgleichszahlungen« der APG

Die Würfel sind nun leider gefallen. Nach der Einstimmigkeit in der Gemeinde über all die Jahre, unabhängig von Parteiinteressen auf juristischem Weg gegen diese Leitung vorzugehen, steht nun die letzte Entscheidung an. Nämlich die »Freiwilligen Ausgleichszahlungen« der APG anzunehmen oder nicht. Nach anfänglich klarer Ablehnung sind wir nun (nachdem die Gerichtsentscheidung da ist) aufgrund reiflicher Abwägung des Für und Wider zur Erkenntnis gekommen, dass wir, wenn wir schon die Krot der Leitung schlucken müssen, das Geld annehmen sollten. Aber nur unter einer Bedingung:

Nämlich, dass das Geld transparent und nachvollziehbar in unmittelbarer Leitungsnähe im Sinne der Bevölkerung und der Natur eingesetzt wird. Und nicht für andere Projekte in Koppl ausgegeben wird, wie das leider passieren könnte. Das wäre unserer Meinung nach nämlich defintiv der falsche Ansatz. Ihr könnt euch deshalb sicher sein, dass der KAUZ ein Auge darauf haben wird, damit hier so vorgegangen wird, wie das die Bevölkerung zurecht erwartet.

Energie dort erzeugen, wo sie gebraucht wird

Als energieeffiziente Gemeinde (e5-Programm) sollten wir uns stärker mit der nachhaltigen Energieversorgung beschäftigen. Auch wenn bereits einige Maßnahmen in Koppl umgesetzt wurden (PV-Anlage am Dach der VS Koppl, keine Ölheizungen in öffentlichen Gebäuden etc.), müssen wir weiter dran bleiben. Wir möchten dazu v.a. größere Dachflächen für PV-Anlagen nutzen, idealerweise mit Beteiligungsmodell für jene, die selbst keine Möglichkeit haben. Interesse mitzuarbeiten? Meldet euch!

Unser Schwerpunkt 2021: Gegen Bodenversiegelung

Boden ist ein wertvolles, weil endliches Gut. Er trägt und ernährt uns. Jeden Quadratmeter gibt es nur einmal. Wenn man sich vorstellt, dass es 100 bis 200 Jahre dauert, bis ein Zentimeter Humus »gewachsen« ist, dann wird klar, wie wichtig es ist, unsere Lebensgrundlage zu erhalten und zu schützen. Wir haben es uns deshalb zur Aufgabe gemacht dafür einzutreten, sparsam mit dieser Ressource umzugehen und die Bodenversiegelung möglichst auch in unserer Gemeinde zu minimieren. Immerhin haben wir uns in Koppl als »Bodenbündnisgemeinde« auch dazu verpflichtet. Wir werden euch auf dem Laufenden halten!