Ablehnung AUSSERORDENTLICHER HAUSHALT 2019

Leider mussten wir Grüne den Außerordentlichen Haushalt (Budgetsumme knapp 3,3 Mio. Euro) in der gestrigen Gemeindevertretungssitzung ablehnen. Zwar waren einige Punkte durchaus akzeptabel und zustimmungswürdig, aber in Summe hat es einfach nicht gepasst. So hat uns vor allem gestört, dass viele der geplanten Bau- und Infrastrukturprojekte nie im Bauausschuss erörtert, diskutiert und damit ein gemeinsamer Nenner gesucht wurde. Der Bauausschuss wäre aber aus unserer Sicht genau das zuständige Gremium, wenn man bei diesen Punkten alle Fraktionen im Boot haben möchte. So können wir z.B. nicht ausschließen, dass wir vor vollendete Tatsachen gestellt werden sollten. Man könnte vermuten, dass durch Teile einer Infrastrukturerschließung zukünftig Baugrüne entstehen werden, wo wir Grüne sie aus unterschiedlichsten Gründen definitiv ablehnen. Seit Planerstellung eines konkreten Projektes im Sommer fanden sieben Bauausschusstermine statt, in denen das Projekt (gesamt ca. 270.000 Euro) nie Thema war. Erst eine Woche vor Budgetbeschluss wurden die Fraktionen über das Projekt informiert, viel zu wenig Zeit, sich noch aktiv einzubringen bzw. für eine genaue Recherche als seriöse Entscheidungsgrundlage.

Der Außerordentliche Haushalt wurde nur mit den Stimmen der ÖVP beschlossen. Wenn der Mehrheitspartei eine gemeinsame Vorgehensweise aller Fraktionen wichtig ist, dann müssen wir auch aktiv und rechtzeitig informiert werden. So wie in diesem Fall geht das leider gar nicht.

(GV Horst Köpfelsberger)

Naturschutzbund beeinsprucht Aufhebung des Denkmalschutzes

»Der Naturschutzbund versucht im gegenständlichen Verfahren Parteistellung geltend zu machen. Denn beim gegenständlichen Verfahren sind neben den Aspekten des Denkmal-, Ensemble- und Landschaftsschutzes sowie der Raumordnung auch konkrete EU-artenschutzrechtliche Belange (FFH-Richtlinie) betroffen, die bisher in keiner Weise gewürdigt wurden. Wir verweisen in diesem Zusammenhang insbesondere auf das nachgewiesene Vorkommen von Fledermäusen (Kleine Hufeisennase) im Brauereigebäude und Reptilienarten (Blindschleiche, Ringelnatter, möglicherweise auch Zauneidechse) in der unmittelbaren Umgebung. Aus Sicht des Naturschutzes wäre es unter diesem Aspekt günstig, die Reste des bestehenden Gebäudes zu erhalten und bei einer Instandsetzung u.a. auch auf die Ansprüche dieser Arten Bedacht zu nehmen.«

Zur Presseaussendung

Alles, was politisch nicht niet- und nagelfest ist: ÖVP

Vorwahlzeiten sind bekanntlich turbulent und mitunter nicht frei von Konflikten, was in der Bewerbung um die Stimmen der Bevölkerung per se nichts Schlechtes sein muss. Politische Auseinandersetzungen gehören zu einer reifen Demokratie. In diesen Zeiten entdeckt die ÖVP Koppl ihre Liebe zur Außenkommunikation. Während man vier Jahre lang viele Entscheidungen am liebsten im stillen Kämmerlein vorangetrieben hat, kommt jetzt der politische Schachzug, sich alle Themen umzuhängen, als wären sie das alleinige Verdienst der Schwarztürkisen.

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Raumordnung Koppl/Karte REK

Nachdem uns mehrere Bürger*innen darauf angesprochen haben, dass die in der Gemeindezeitung verschickte Karte zur Raumordnung leider nicht lesbar ist, hier ein Link zum SAGIS des Landes:

SAGIS Flächenwidmung Koppl (Desktopversion)

Hier sind die Farben gut erkennbar und es kann auch bis ins Detail hineingezoomt werden. Bitte etwas Geduld, die Daten laden länger.

SAGIS Flächenwidmung (Mobilvariante), hier ist kein direkter Link möglich, bitte zum Gemeindegebiet scrollen/zoomen.

Bei Fragen könnt ihr euch gerne an uns wenden: kontakt@gruene-koppl.at

Gut Guggenthal: Es muss endlich wieder leben rein!

Wir sind entsetzt, dass die Geschichte Brauhaus Guggen-thal genau so geendet hat, wie wir es befürchtet haben – mit einer kompletten Zerstörung der Bausubstanz. Vor vollendete Tatsachen gestellt, ist uns GRÜNEN wichtig, dass hier keine einfallslosen Schachteln oder historisierende Zuckerlarchitektur für wenige Reiche entstehen, sondern wieder Leben nach Guggenthal kommt und ein mutiges Vorzeigeprojekt entsteht, das dieser einzigartigen Örtlichkeit würdig ist. Es braucht eine Mischung aus generationenübergreifendem Wohnen, Kleingewerbe, regionalen Versorgern des täglichen Bedarfs, Gastronomie, Freizeitangeboten und auch kommunalen Einrichtungen für die Bevölkerung. Dass die Gemeinde hier auf BürgerInnenbeteiligung setzen will, ist uns natürlich ebenfalls sehr recht.

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Wahl 2019: Keine Materialschlacht!

Wir GRÜNE Koppl werden in der bevorstehenden Gemeindevertretungswahl bewusst auf Regionalität und Schonung der Umwelt setzen. So werden wir so weit möglich auf recycelte und natürliche Materialien zurückgreifen. Bewusst verzichten wir auch auf A0-Dreieckständer, sondern setzen wegen dem Landschaftsbild stattdessen auf unsere acht bewährten Holzaufsteller. Weniger ist mehr, die Materialschlacht bei jeder Wahl ist ohnehin nur nervig. Es wird eine Wahlaussendung an einen Haushalt geben und einige kleine selbst gebastelte Wahlgeschenke, die wir eigentlich recht lustig finden – und ihr dann hoffentlich auch.

Außerdem werden wir möglichst auf den Einsatz von Steuergeld aus der Parteienförderung des Landes verzichten. Stattdessen haben wir über die letzten fünf Jahre einen Anteil unserer Sitzungsentschädigungen beiseite gelegt und werden den Großteil an Druck- und Materialkosten damit aus eigener Tasche bestreiten. Nach der Wahl werden wir in unserer Aussendung die Kosten auf den Cent genau darstellen, damit auch das transparent und nachvollziehbar ist.

Wir hoffen auf Nachahmung bei den anderen politischen Parteien in Koppl!

WER IST EIGENTLICH KAUZ? 

Die Koppler Arbeitsgruppe für Umwelt und Zukunft (abgekürzt KAUZ) war eine Bürgerliste, die bis 2004 in der Koppler Gemeinde vertreten war. 2014 haben sich die Koppler Grünen in dieser Tradition neu gegründet, auch mit personellen Überschneidungen (danke Bine!). Auf diese Verbindung sind wir sehr stolz, weswegen wir bei der nächsten Wahl auch voraussichtlich unter dem neuen Namen »KAUZ / Die GRÜNEN Koppl« antreten werden.